Wann haben die meisten Menschen mehr Zeit für Liebe? Wann beginnen wir, uns intensiver mit der Liebe zu beschäftigen? Wenn es uns gut geht in Liebesdingen oder dann, wenn es eher schlecht läuft?

Okay, ich geb´s zu, eine rhetorische Frage.

Weil sich die meisten von uns natürlich viel tiefer mit der Liebe beschäftigen, wenn es gerade nicht so läuft, wenn es ruckelt und schwierig und schmerzhaft ist.

Zumindest ist das meine Erfahrung, statistisch belegen kann ich diese Behauptung im Moment nicht.
[Wenn du einen Tipp hast, eine Quelle kennst, her damit!]

Gehen wir erstens mal davon aus, die Aussage stimmt.

Wir haben plötzlich mehr Zeit für Liebe, steigen also bereiter und tiefer in die Liebe und ihre Herausforderungen ein, wenn gerade Sturm ist.
Oder völlige Flaute.
Oder die Gefahr besteht, dass gefährliche Felsen das Schiff kentern lassen könnten.

Und gehen wir zweitens davon aus, der Mensch ist klug, kann denken und nachteiliges Verhalten ändern.

Wenigstens hin und wieder.

Was würde Mensch dann tun?
Außer nicht mehr rauchen, weder Alkohol noch Fast Food tanken, sondern sich stattdessen mehr bewegen?

Genau!

Der Mensch würde der Liebe mehr Platz einräumen in seinem Leben – wir hätten mehr Zeit für Liebe!

Wir würden die Liebe erforschen, ausloten, erkunden, wir würden uns in Liebesdingen üben, uns ausbilden, trainieren, lernen, Neues probieren.

Und damit unsere LiebesFÄHIGKEIT steigern.

W O W !

LiebesFÄHIGER zu werden, mehr und besser und offener und hingebungsvoller und zärtlicher und kraftvoller lieben zu können, sich mehr Zeit für Liebe zu gönnen, das ist doch eine phantastische Aussicht, oder?

Im Vorwort zu meinem Buch “Ich liebe dich gerade – Erwachsen werden in Liebesdingen” schreibt Saleem Matthias Riek:

“Liebe ist ein Phänomen voller Geheimnisse. Menschen aller Zeiten haben sie ersehnt, von ihr gekostet, sie besungen und über sie gedichtet, aber sie bis heute nicht entschlüsselt.

Das muss auch nicht sein und hat gute Gründe, denn so bleibt sie ein Mysterium.

Über Jahrtausende hinweg war die Liebe jedoch so sehr von gesellschaftlichen und religiösen Normen und Tabus eingezwängt, dass sie mehr Traum als Wirklichkeit zu sein schien.

Sie galt von jeher als flüchtig, und daher schien es in vielerlei Hinsicht geboten, langfristige Partnerschaften nicht ausgerechnet auf Liebe zu gründen.

Aber zumindest träumen durfte man von ihr, und in Fantasie und Poesie fanden hehre Liebesideale und unersättliches Begehren ihren höchsten Ausdruck.

Heute wollen wir nicht nur von der Liebe träumen, wir wollen sie konkret erleben, mit Haut und Haar und im Hier und Jetzt.

Liebe gilt als die Grundvoraussetzung einer erfüllenden Partnerschaft, und wenn wir uns nicht mehr lieben, dann können wir uns ja trennen und unser Glück woanders suchen.

Ob wir in daraus resultierender serieller Monogamie oder in alternativen Beziehungsformen allerdings mehr Liebe zu leben in der Lage sind, ist damit noch lange nicht gesagt.”

Die Liebe fällt nicht vom Himmel.
Jedenfalls nicht auf Dauer.
Da sind wir uns einig, oder?

Dann schenke der Liebe doch Zeit und Aufmerksamkeit.

Ob du gerade in einer Liebesbeziehung bist oder nicht, das ist unerheblich.

Einverstanden?

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“Ich liebe dich gerade” bekommst du bei deinem örtlichen Buchhändler, beim Verlag oder bei amazon .

Foto: D. Novakovich

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