Monogamie 2.0: Sex ja, Liebe nein? (8-min-Audio)

Ganz klar: Monogamie ist in unserer Kultur die gesellschaftlich akzeptierte und anerkannte Form, wie Paare ihre Beziehung gestalten. Zu zweit eben.

Der weit überwiegende Teil der erwachsenen Männer und Frauen wird selbstverständlich an Monogamie denken, wenn es um Liebe und Partnerschaft geht, wird den Begriff gleichsetzen mit Ausschließlichkeit, mit Exklusivität – vor allem wenn es um Sex geht.

Logo, “monogam” bedeutet “nur mit einem Menschen”, oder?

Zumal es auch bei Menschen, die sich gleichzeitig auf mehr als einen Partner einlassen, nach meiner Beobachtung im westlichen Kulturkreisauf auf irgendeine Art trotzdem eine „Nummer 1“ gibt.

Es gibt eine Person, auf die man sich letztlich bezieht mit seinen intimsten Fragen, seinem innersten Lebensentwurf.

Umso interessanter war es für mich, als ich an meinem Buch “Ich liebe dich gerade” schrieb, auch andere Sichtweisen in Betracht zu ziehen. Zum Beispiel die des „Sonnentanzwegs der Süßen Medizin“.

Dieser “Sweet Medicine Sundance Path” – nach Angaben von Insidern eine alte schamanische Mysterienschule – betrachtet Sexualität als die zentrale Energie des Menschen, als die am stärksten transformierende, vitalisierende und befreiende Kraft.

Ich habe mit zwei Schamanen ein Interview geführt zum “Medizinrad der Beziehungsformen”, auf dem die Arten gelebter Beziehungen gleichwertig nebeneinander existieren. Keine ist besser, keine ist schlechter.

Die Schamanin Sabina Tschudi sagt:

“Man kann zwischen offener und geschlossener Monogamie unterscheiden. Die klassische Form ist die geschlossene, in der zwei Menschen ihre sexuelle Energie ausschließlich miteinander teilen – bei uns im Westen lange Jahre als die einzige, auch rechtlich gültige Form anerkannt. Eine offene Monogamie beinhaltet, dass beide Partner das Recht haben, durchaus auch sexuelle Erfahrungen außerhalb dieser monogamen Partnerschaft zu machen, nicht aber sich mit Dritten in eine wirkliche Herzensbeziehung einzulassen, also eine Beziehung aufzubauen, in der auch gemeinsame Träume, Wünsche und Hoffnungen entstehen, die man verfolgen möchte.”

Christiane ist da etwas anderer Meinung …

Monogamie – offen oder geschlossen?

MonogamieÜber dieses Thema habe ich mit Christiane Mrozek gesprochen. Sie und ich sind Weg-Gefährten. Wir begleiten uns schon seit Jahrzehnten, mal von nahe, mal von weiter entfernt.

Wir haben zwei erwachsene Kinder miteinander, teilen seit geraumer Zeit Tisch und Bett mit neuen Partnern, und sind uns weiterhin treu verbunden. Wir begleiten, helfen, beraten uns, treten uns auch mal liebevoll unterstützend in den Hintern, wenn´s das mal braucht.

Christiane ist Spezialistin für das Thema “Zwei Lieben”. Sie ist Expertin für jene verwirrenden Lebenssituationen, die das gängige Verständnis von Monogamie infrage stellt oder über den Haufen wirft. Mit allen dazugehörigen Irrungen und Wirrungen.

Das 8-Minuten-Gespräch (Audio)

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