Herzschmerz – Wenn ein Feuer brennt in Brust und Bauch

“Du musst das Haus verlassen, um zu lernen”, las ich heute morgen auf der Hülle des Teebeutels. Na toll, dachte ich. Das mag zwar stimmen, ja, da draußen pulsiert schließlich das Leben. Aber das Haus zu verlassen kostet Energie – und wer mit Herzschmerz aus Liebeskummer beschäftigt ist, hat davon meistens wenig übrig. Herzschmerz bindet Energie. Und kostet ungeheuer viel Kraft.

In Zeiten von Herzschmerz müssen wir uns regelrecht füttern.

Aber nicht mit Kartoffel-Chips und Schokolade – okay, vielleicht ein bisschen -, sondern mit Bewegung, mit starken Bildern und mit guten Geschichten für unser Innerstes.

Wir machen uns damit fit, den Schmerz fühlen zu können, so gut es HEUTE geht.

Und zu trauern.

Je mehr wir uns erlauben den Verlust des geliebten Menschen zu betrauern, desto vollständiger und schneller heilen wir.

Durch dieses Feuer müssen wir gehen.

Auch wenn die Angst davor übermächtig zu sein scheint und wir alles tun, um uns davor zu drücken.

Hast du schon mal einen Feuerlauf gemacht?
Bist du schon mal über heiße Kohlen gelaufen?
Im übertragenen Sinne bietet der Herzschmerz dir jetzt die Gelegenheit dazu.

Es geht darum, Substanz zu gewinnen und dein Fundament zu stabiliseren.

Die gute Nachricht.

Du hast Reserven und Ressourcen!

Auch wenn es sich im Moment vielleicht ganz anderes anfühlt.

Frage dich:
Was waren in den zurückliegenden zwei, drei Jahren deine Energie-Bringer?
Wie konntest du auftanken?

Deine allererste Antwort, die gerade durch deinen Kopf geschossen ist, die ist es!

Vielleicht tanzen?
Oder kochen?
Volleyball spielen?
Nordic Walking?

Je mehr Körper-Aktivität dabei ist, umso besser.

Das lockert den Schmerz, befreit ihn – in Bewegung.

Alte Schriften wie die einige hundert Jahre vor Christus entstandenen Upanishaden beschreiben den Körper als das Fahrzeug der innersten Essenz eines Individuums (Atman).

Der Lyriker Christian Morgenstern verstand den menschlichen Körper als „Übersetzer der Seele ins Sichtbare“.

Das große spirituelle Werk „Ein Kurs in Wundern“ nennt den Körper schlicht und eindeutig „Lernhilfe“.

Na dann, nix wie ´ne Peter-Fox-CD in den Schacht und “Schüttel deinen Speck, ah, schüttel deinen Speck, ah”. Oder du nimmst gleich den King of Pop und “Shake Your Body”.

Herzschmerz ade!

Menü