Verlassen werden … Dosiertes Fühlen heilt die Verwundung

Sie hat es mir nicht von sich aus gesagt. Ich musste sie fragen, ob mich meine Ahnung täusche. Denn es roch bedrohlich nach verlassen werden …

Es war abends, wohl Ende August, und es ist schon 30 Jahre her. Aber wenn ich an diesen Augenblick denke, als mir klar wurde, dass sie gehen will, dass es um verlassen werden geht, dass sie nicht mehr mit mir zusammenleben will, dann spüre ich ihn, den Trennungsschmerz, diese Bodenlosigkeit, dieses Gefühl von Ende und Aus und Tod und Sterben.

Heute überspült es mich nicht mehr wie damals, das verlassen werden reißt nicht mehr alles mit sich wie eine Riesenwelle, die über den Strand rast.

Aber die Panik kriecht leise und zersetzend voran, wenn ich nicht aufpasse. Denn …

Verlassen werden – der Schmerz ist eine im Körper gespeicherte Erinnerung.

Das fordert von uns Klarheit und Entschlossenheit. Sofern wir dem verlassen werden nicht einfach erliegen wollen.

Es verlangt nach unserer Geisteskraft, nach „Psychohygiene“, wie man das nennen kann.

Kraft unseres Geistes können wir dem Fieber Einhalt gebieten.

Wir können tatsächlich STOP sagen – und einen anderen Aspekt unseres Wesens wählen, der den jetzigen Moment gestalten soll.

Beispielsweise „aktiv sein“ wählen, jene Energie, die dich zum Aufstehen antreibt, dich die Sportschuhe anziehen und ein paar Kilometer joggen lässt. Oder tanzen. Oder Fahrrad fahren. Du weißt, was ich meine.

verlassen werden

Ganz wichtig:

  • JETZT einen anderen Aspekt von dir selbst – eine andere Facette deines eigenen Seins.
  • Das Fühlen gehört ebenso zur Psychohygiene. Ich empfehle dir, dosiert zu fühlen, d.h. je nach Tagesform die Dosis deines Fühlens zu wählen. Ganz bewusst.
  • Am besten nimmst du dir für dieses dosierte Fühlen von verlassen werden eine knappe Viertelstunde pro Tag Zeit.
  • Setze oder lege dich dafür bequem hin, atme ruhig und tief und spüre zwei, drei Minuten die Stellen, wo dein Körper die Unterlage berührt.
  • Und dann lasse die Verwundung langsam zu, lasse ihre Pein wie eine brennende Flüssigkeit langsam von unten deinen Körper anfüllen.
    Bis du merkst, dass es genug ist.
  • Verweile dann etwas mit diesem Bild und diesem Gefühl.
  • Bedanke dich, dass du am Leben bist und lass dann in Gedanken die Verlassen-werden-Flüssigkeit langsam und ruhig aus deinem Körper fließen.
  • Atme dann mehrfach tief ein und aus.

Die Neurowissenschaften haben längst nachgewiesen, dass sich durch Meditationen schon nach wenigen Wochen das Gehirn verändert.

Das beweist wissenschaftlich:

ES IST MÖGLICH, das Verlassen-werden zu überwinden.

Schneller als die meisten von uns für möglich halten.

Trau dich!

Noch ein Tipp:
Verlassen werden bzw. die Angst vorm verlassen werden ist eine der zwei Wunden, die wir alle mit uns herumschleppen.

Krishnananda Trobe hat dazu mit Liebe ist (k)ein Kinderspiel ein bemerkenswertes Buch geschrieben.

Die Angst verlassen oder vereinnahmt zu werden kann dein Leben ruinieren.

Deshalb lege dir die Lektüre dieses Buchs so nachdrücklich ans Herz.

Oder schreibe mir eine E-Mail, ich biete immer wieder mal einen Workshop zu diesem Thema an.

 

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Vielen Dank!

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